Von Ho Chi Minh City nach Bangkok fliegt man gerade mal 1,5h. In Bangkok haben wir 4 Nächte in einem Hostel gebucht. Im ersten Moment dachten wir: „oh weia, wo sind wir hier gelandet.“ Gut, es war dunkel und der Weg zum Hostel schon etwas Speziell. Am nächsten Tag bei Tageslicht sah es schon freundlicher aus. Bis anhin sind wir relativ schnell gereist und haben im Schnitt alle 2 Tage die Unterkunft gewechselt. Wir hatten beide das Bedürfnis, einen Gang runter zu schalten und Bangkok war der perfekte Ort dazu. So verlängerten wir im Hostel 2x, so dass wir schlussendlich 7 Nächte dort waren. In der Nähe hatten wir einen künstlich angelegten See, wo wir ideal joggen konnten.

In Bangkok kann man auch sonst einiges unternehmen. Es gibt einige Sehenswürdigkeiten wie der Grand Palace, Golden Mount, Chinatown, diverse Rooftop Bars und ganz viele Shopping Malls.
Das beste Essen hatten wir im Oishi Grand Restaurant im Siam Center. Für gerade mal CHF 25.-/Person gab es alles, was das Herz begehrt (all you can eat). Sushi, Sashimi, Teppanyaki, Tempura, Suppen, Desserts, Getränke und und und. Wir haben uns die Bäuche mal wieder so richtig voll gehauen 😉

Wir wussten, dass in Thailand die einjährige Staatstrauer ist, weil der König Mitte Oktober 2016 gestorben ist. Das Ausmass ist wahnsinnig. An jeder Strassenecke hängen Bilder oder stehen „Altare“. Wenn man am ATM Geld abhebt, ist dort das Bild des Königs eingeblendet. Viele tragen schwarz oder zumindest eine schwarze Trauerschleife am Arm.

Von Bangkok haben wir einen Tagesausflug nach mit dem Zug nach Ayutthaya gemacht. Das ist die alte Hauptstadt Thailands. Wir haben uns ein Velo ausgeliehen und haben mit diesen den Ort erkundigt. Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Stunden dort zu investieren. Einfach am besten kein weisses T-Shirt tragen, denn unsere Kleider waren abends orange.

Nach einer Woche sind wir von Bangkok 5 Stunden mit dem Zug nach Hua Hin gefahren. Kaum im Hotel angekommen, habe ich mit der Kloschüssel eine innige Beziehung aufgebaut und dies während den kommenden Stunden intensiviert. Glücklicherweise ging genau in dieser Unterkunft die Klospülung nicht… Eigentlich wollten wir nach 2 Nächten weiter, aber da ich nicht wirklich transportfähig war, verlängerten wir vorsichtshalber um eine Nacht. Ich dachte, wenn man eine Thyphus-Impfung hat, ist man immun gegen solche Käfer. However…

In Thailand gibt es sehr viele Inseln und wir taten uns nicht einfach mit dem Entscheid, wo wir hingehen sollen. Wir wollten beide mal ein paar Tage Strandurlaub und da Weihnachten vor der Türe standen, war es nicht ganz einfach eine doch recht günstige Unterkunft zu finden. Viele waren ausgebucht oder halt eben überteuert. Wir sind bei der Suche in Ko Lanta auf „Pitt Bungalow“ gestossen. Die Bewertungen waren super und die Bilder sahen auch spannend aus. Als Sahnehäubchen stand jedem Bungalow ein Roller gratis zur Verfügung. Let’s take it!

15 Stunden haben wir für den Weg von Hua Hin nach Ko Lanta gebraucht. Gereist sind wir mit dem Nachtzug sowie Büssen. Der Nachtzug war noch recht komfortabel. Es war einfach ein riesen Schnarcher im Wagen, der den halben Regenwald abgeholzt hat.

Bei Pitt angekommen, hatten wir unseren Bambus-Bungalow bezogen. Ja, viel Platz und Ablagefläche hatten wir nicht. Der Bungalow war ausgestattet mit einer Matratze,  zwei Kissen, Moskitonetz (sehr wichtig), einem Kühlschrank (auch sehr wichtig 😉 ), einem WC und einer Kaltwasserdusche. Ich brauchte einen Moment und mich an den doch sehr einfachen und krabbeltierfreundlichen Standard zu gewöhnen, aber irgendwie hatte es auch Charme. Pitt hat gleich noch 4 neue Bungalows gebaut und wir Glücklichen durften nach 2 Nächten als Erste einen neuen beziehen. Klar, unserer war schön, aber die Neuen waren doch etwas grösser und er hat uns das angeboten. Zudem konnte man auf der Veranda viel gemütlicher draussen sitzen. Mit dem Roller waren wir sehr mobil und konnten immer wieder andere Strände besuchen. Bamboo Bay war unser absoluter Lieblingsort. Wunderbarer Strand, kaum Leute und schön klares Wasser. Es hatte auch Affen dort. Mich haben diese zwar eher gestört, da sie immer wieder aus dem „Dschungel“ kamen und den Sonnenbadenden Sachen klauen wollten. So musste man ständig auf der Hut sein. Es gibt leider auch Touristen, die sie füttern, weshalb sie natürlich immer wieder zurückkommen. Wir fanden dann noch ein anderes schattiges Plätzchen, wo keine Klauaffen vorbeikamen.

Um etwas von den umliegenden Inseln zu sehen, haben wir eine Tagestour gemacht (4-Island Tour). Mit dem Longtailboat fuhren wir zuerst an zwei Schnorchelplätze. Sehr viel sah man nicht, aber es kommt halt darauf an, was man bisher beim Schnorcheln gesehen hat. Ein Stop war bei der Insel Ko Kradan. Kristallklares Wasser und feinster Sand. Ein Traum von einer Insel. Unser nächster Halt war auf Ko Muk. Wir schwammen dort durch eine Höhle (oh Mann, war das Dunkel!), bis wir bei einer Lagune ankamen. Es hatte etwas Mystisches. Angeblich haben bei der Lagune die Piraten ihre Schätze vergraben. Kurz haben wir uns überlegt, ob wir danach buddeln sollten 😉

Vom Pitt Bungalow mussten wir etwa 100m bis zum Strand laufen. Fast jeden Abend waren wir zum Sonnenuntergang am Strand. Es hatte auch einige Bars und Restaurants direkt am Strand und es war nicht mal so voll mit Touristen. Wirklich ein super Ort, um Ferien zu machen. Zufälligerweise war eine Kollegin von mir auch auf der Insel und so trafen wir uns auf einen leckeren Burger-Dinner und Drink (Ursi, vielen Dank nochmal fürs Bioflorin).

Wir haben uns bei Pitt so wohl gefühlt, dass wir traurig waren, nach 8 Tagen wieder abreisen zu müssen. Am 30.12.16 haben wir Ko Lanta verlassen und sind nach Ao Nang gefahren. Dort haben wir uns mit meiner Kollegin (Natascha: nochmal herzlichen Dank fürs Mitbringsel!) getroffen und zusammen Silvester gefeiert. Ao Nang ist nicht so schön und wir würden auch nicht mehr hingehen. Es ist extrem touristisch. Mega viele Leute und teurere Preise als an anderen Orten. Am Silvesterabend sind wir mit einem Longtailboat an den Railay Beach gefahren. Wir dachten, dass dort der Bär steppt, aber das war doch nicht ganz so. Trotzdem hatten wir einen sehr gemütlichen Abend und die Kulisse war mega schön. Um Mitternacht standen wir im Sand mit kurzen Sachen, bei immer noch sehr warmen Temperaturen und feierten in das Jahr 2o17. Einfach nur herrlich! Und was auch herrlich ist, wenn man weiss, dass man das ganze Jahr nicht arbeiten muss, sondern genau so ein Leben weiterführen kann bis zum nächsten Silvester 🙂

Leider mussten wir uns am 2.1.17 bereits wieder von Natascha verabschieden und für uns ging es weiter nach Khao Sok. Eik wollte unbedingt eine Dschungeltour machen und musste etwas Überzeugungsarbeit leisten, damit ich dem zustimmte. Ich mag so kleine und eklige kriechende Tiere einfach nicht. An Tag nach der Ankunft gingen wir auf eigene Faust in den Nationalpark. Anfangs hatte ich wirklich sehr Mühe mit dem Dschungel und wollte nur wieder raus. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran. Sooo viele Tiere gab es nicht. Wir haben einige grosse Schmetterlinge gesehen, eine riesige Raupe und Äffchen, die auf dem Baum spielten.
Einen Tag später gingen wir auf eine 2-Tages-Dschungeltour mit einer Gruppe (mit 42 Teilnehmern!). Mit dem Bus ging es zum Ratchaprapha See, wo wir auf ein Longtailboat umgestiegen sind. Dieses brachte uns zur Unterkunft auf dem See. Es standen auf Flossen ein paar Bungalows, wo wir übernachteten.
Nachmittags sind wir auf die erste Tour aufgebrochen. Als der Guide sagte, dass wir durch brusttiefes Wasser waten müssen und in eine Höhle gehen, wo es dunkel, eng ist, Spinnen hat und man auch durchs Wasser laufen muss, wollte ich nicht mit. Für mich war das eine Horrorvorstellung. 3 Minuten bevor wir aufbrachen, entschied ich mich zumindest mal mitzugehen und die Höhle auszulassen. Mit dem Longtailboat fuhren wir auf eine Insel, wo wir gleich im Schlamm standen, als wir aus dem Boot gestiegen sind. Meine schönen Turnschuhe! Anfangs liefen alle noch vorsichtig durch den Schlamm. Als wir das erste Mal einen Bach überqueren mussten, waren die Schuhe danach wieder sauber. Somit stampften danach alle ohne nachzudenken durch den Schlamm. Einmal stand uns das Wasser bis zur Brust. Brrrr, war das kalt. Vor der Höhle wollte ich ja eigentlich warten. Allerdings hätte ich dort 2h alleine irgendwo auf einem Stein sitzen müssen. Wie langweilig! So entschied ich mich dann doch, mit rein zu gehen. Man brauchte eine Stirnlampe, um überhaupt etwas zu sehen. Gegen das Ende der Höhle leuchtete der Guide auf Fische im Wasser und auf handgrosse Spinnen. Zum Glück habe ich das vorher nicht gesehen! Es hatte auch Fledermäuse, aber die machen mir nichts aus. Schlussendlich war ich doch etwas stolz, dass ich es mitgemacht habe und so schlimm war es nicht 😉
Am nächsten Tag sind wir wieder mit dem Boot an ein anderes Ufer gefahren, wo wir einen Berg erklommen haben. Dieses Mal hatte es nur Schlamm und kein Wasser. Oben angekommen, konnte man in eine Höhle. Diese fand ich viel schlimmer als die vom Vortag und ich wagte mich auch nur ein paar Meter rein. Irgendwie war sie sehr gruselig für mich.
Schlussendlich mussten wir uns wieder mal eingestehen, dass wir nicht gerne mit einer Gruppe solche Ausflüge machen. Man ist nicht so flexibel und hat auch nicht so Zeit, Fotos zu machen. Teilweise hetzen sie die Gruppen richtig durch. Allerdings musste man diese Tour geführt machen, da es alleine nicht erlaubt ist.

Unser letzter Halt in Thailand hiess Patong (Phuket). Wir kamen am späteren Nachmittag an und waren geschockt über den Ort. Total überlaufen, überteuert und touristisch. Am Strand hatte es so viele Leute und wir wollten uns nicht vorstellen, wie es am früheren Nachmittag und bei Sonnenschein war. Leider regnete es kurz nachdem wir angekommen sind bis zu unserer Weiterreise (2 Tage) durch, so dass wir nicht wirklich viel unternehmen konnten. Immerhin hatte ich Mal Zeit, um diesen Blog fertig zu schreiben 😉

Thailand hat uns sehr gut gefallen. Wir konnten Tempo rausnehmen und haben viele Tage mit relaxen genossen. Uns ist aufgefallen, dass die Leute hier nicht so freundlich sind wie in Vietnam oder China. Thailand ist natürlich schon viel länger touristisch und wir hatten das Gefühl, dass sich vor allem die Vietnamesen mehr um die Gäste/Kunden bemühten. Diese hatten meist ein Lächeln übrig, was wir hier nicht so antrafen.

Unser Visum lief am Montag, 9.1.2016 ab, weshalb wir nach Siem Reap (Kambodscha) weitergeflogen sind.

Highlights in Thailand: Bangkok, Rooftopbar 61. Stock (Vertigo & the moon) in Bangkok, Ko Lanta (speziell Bamboo Bay), Pitt Bungalow

Lowlights in Thailand: die Zeit verging zu schnell ;), Patong

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.