Auf unserer Weltreise haben wir im Januar 2019 ein 6-tägiges Yoga- und Meditationsretreat in Nord-Thailand besucht. Dort kamen wir das erste Mal in Berührung mit Meditation. Pro Tag haben wir 1-2h meditiert und wir bekamen so einen guten Einblick. Für mich stand relativ schnell klar, dass mir Meditation im Alltag Zuhause helfen könnte, wenn wieder stressigere Zeiten anstehen, um mich zu „beruhigen“. Wir wollten uns in der Thematik vertiefen und schauten noch während unserer Reise nach einem Ort, wo wir die Technik der Vipassana Meditation erlernen konnten. Es gibt weltweit Zentren und Kursorte, wo diese durchgeführt werden. Zu dem Zeitpunkt wussten wir bereits, dass wir Mitte Juni 2019 in die Heimat zurückkehren werden und es ein schöner Abschluss wäre, einen solchen Kurs zu besuchen. Wenn man sich für einen Kurs anmelden möchte, muss man sehr schnell sein, denn sie sind innert wenigen Minuten ausgebucht und sie werden 3 Monate vor Kursbeginn für die Registration geöffnet. In der Schweiz gibt es ein Center und wir meldeten uns ca. 30 Minuten nachdem sie es geöffnet hatten an und kamen bereits auf die Warteliste. Da erkannten wir, dass man wirklich sehr schnell sein muss. Wir versuchten es für einen weiteren Kurs in der Schweiz und stellten uns extra um 3 Uhr morgens den Wecker (wir waren ja in einer anderen Zeitzone) und hätten es in den Kurs geschafft. Allerdings haben sie uns abgelehnt, da der Kurs in Französisch/Englisch abgehalten wurde und sie verlangen, dass der erste Kurs in der Muttersprache besucht werden muss. Aller guten Dinge sind drei… Und wir schafften es tatsächlich in einen Kurs in Deutschland südlich von München. Yessss!

Es ist mir ein wichtiges Anliegen, zu erwähnen, dass die Erfahrungen, die ich unten schildere meinen persönlichen Empfindungen entsprechen. Jeder Teilnehmer eines solchen Kurses erlebt es anders und man darf anhand meiner Schilderungen nicht davon ausgehen, dass man dasselbe durchmacht, empfindet, mitnimmt oder was auch immer. Eik und ich haben den Kurs zwar gemeinsam besucht, aber er zog andere Erfahrungen daraus.

Der Kurs fand vom 12. – 23. August 2019 statt. Am ersten Tag muss man zwischen 15.00 und 17.00 Uhr am Kursort eintreffen. Die Anfahrt war sehr strapaziös, denn es regnete den ganzen Weg in Strömen und wir brauchten 5 Stunden. Fix und fertig mit einer Prise Aufregung kamen wir um 16.58 Uhr in der Jugendherberge in Hausham an.
Nach der Anmeldung bezogen wir das Zimmer und ich hatte das Glück in meinem 4er Zimmer auf drei tolle Mädels zu treffen. Wertsachen inklusive Handy hat man abgegeben und somit war auch der Kontakt zur Aussenwelt gekappt.
Frauen und Männer sind während den 10 Tagen getrennt und es wurden sogar Planen gespannt, dass man sich nicht sehen konnte. Es gab einen Aussenbereich, wo man sich bewegen konnte, welcher abgesperrt war und innerhalb diesem man sich aufhalten durfte. Die Jugendherberge liegt im grünen und es hatte auch eine Wiese, wo man seine Runde drehen konnte. Die Männer hatten ihren eigenen Teil der Wiese und dort gab es keinen Sichtschutz. Es lagen jedoch ein paar Meter dazwischen. In der Meditationshalle waren alle gemeinsam, aber die Männer sassen auf der linken und die Frauen auf der rechten Seite.

Am ersten Abend gab es um 18.30 Uhr ein leichtes Abendessen und um 19.30 Uhr startete die erste Mediation. Ab diesem Moment trat die „edle Stille“ in Kraft. Man durfte nicht mehr reden, keine Blickkontakte und Gesten austauschen sowie auch keine Notizen schreiben und dies für die kommenden 9 Tage. Des Weiteren galten folgende Regeln:

  1. Kein lebendes Wesen zu töten;
  2. nicht zu stehlen;
  3. sich jeglicher sexueller Aktivität zu enthalten;
  4. nicht zu lügen;
  5. keine Rauschmittel irgendwelcher Art (einschliesslich Tabak und Alkohol) zu sich zu nehmen.

Der Tagesablauf sah wie folgt aus:

04:00 Gong – Aufstehen
04:30-06:30 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
06:30-08:00 Frühstückspause
08:00-09:00 GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
09:00-11:00 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer entsprechend den Anweisungen des Lehrers
11:00-12:00 Mittagessen
12:00-13:00 Ruhepause und Gelegenheit zum Interview mit dem Lehrer
13:00-14:30 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer
14:30-15:30 GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
15:30-17:00 Meditation in der Halle oder im eigenen Zimmer entsprechend den Anweisungen des Lehrers
17:00-18:00 Teepause
18:00-19:00 GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
19:00-20:15 Vortrag des Lehrers in der Halle
20:15-21:00 GRUPPENMEDITATION IN DER HALLE
21:00-21:30 Zeit für Fragen in der Halle
21:30 Nachtruhe – Licht aus

Wer nun denkt, meditieren sei ja so einfach, man sitzt nur ein bisschen rum und macht nichts, liegt etwas falsch. Rein optisch mag dies zutreffen. Rechnet man oben die Stunden zusammen, sassen wir pro Tag 10 Stunden in der Meditation und dies während 10 Tagen. Wir können nachher ein kleines Experiment machen, damit ihr euch mehr darunter vorstellen könnt.

Von Tag zu Tag wird man in die Technik von Vipassana eingeführt. Mittels Audio-Aufnahmen von S. N. Goenka wird man Schritt für Schritt begleitet. In den ersten drei Tagen erlernt man die Anapana Technik. Man konzentriert sich lediglich auf seine Atmung. Klingt einfach? Dann starten wir gleich mal das Experiment. Setzt euch in den Schneider- oder Kniesitz. Schliesst die Augen und atmet ganz normal ein und aus. Achtet euch auf den Fluss des Atems ohne in Gedanken abzuschweifen. Wie lange dauert es, bis ihr an irgendetwas anderes denkt als an den Atem? Irgendetwas kommt einem immer in den Sinn. Man schwebt in der Vergangenheit oder in der Zukunft und der Atem ist schon längst wieder vergessen. Nun ja, und jetzt macht ihr das während 10 Stunden pro Tag. Man lernt mit Anapana den Geist zu schärfen, sich auf den Körper zu konzentrieren und im Hier und Jetzt zu leben.

Am ersten Abend wurde uns gesagt, dass wir in den kommenden Tagen selber eine Operation an unserem Geist durchführen würden und wir das Retreat bis zum Ende nicht verlassen sollten. Man entlasse ja auch niemanden aus dem Spital während einer Operation. Die Bereiche, wo wir uns bewegen durften, waren alle mit Absperrungen versehen. Dies zu unserem Schutz, damit wir uns in diesem „gesicherten Raum“ aufhalten können. Als ich dies hörte, fragte ich mich schon, worauf wir uns hier eingelassen hatten 😉

Ab dem vierten Tag stand die Vipassana Technik auf dem Programm. Nun ging es darum, den Körper zu spüren. Ein Kribbeln in den Händen, Hitze oder Druck auf der Brust etc. Jeder spürt andere Empfindungen, aber man spürt unglaublich viel, wenn man sich darauf konzentriert. Es wird einem so bewusst, dass unter unserer Haut, was den Körper wie eine Hülle schützt, sehr viel abgeht. Das Blut fliesst durch den ganzen Körper. Unzählige kleine Helferlein wie Darmbakterien sind ständig für uns am Arbeiten und wir nehmen das gar nicht war. Natürlich ist es nicht so, dass man das so konkret wahrnimmt, aber mit den Empfindungen wird es einem bewusster. Ich finde es inzwischen nicht mehr selbstverständlich, dass mein Körper einfach jeden Tag meist einwandfrei funktioniert. Jedes Organ erfüllt seinen Zweck und die kleinen Helferlein schauen, dass ich gesund bleibe. So sollte man seinem Körper seinen Dank beweisen und vielleicht darauf achten, dass man nicht jeden Mist oben reinstopft 😉

Im Vorfeld dachte ich, dass mir das frühe Aufstehen zu schaffen machen würde. Die ersten drei Morgen stand ich problemlos gleich beim Gong um 4.00 Uhr auf und fühlte mich voller Tatendrang und schon fast wie ausgeschlafen. Am vierten Tag sah das ganz anders aus. Wie ein geschlagener Hund kroch ich aus dem Bett. An den weiteren Tagen fiel es mir mehr oder weniger leicht aufzustehen. Und am letzten Tag habe ich den Gong das erste Mal verpasst 😉

Pro Tag hatten wir drei Gruppenmeditationen, in denen man in der Meditationshalle anwesend sein musste. Während den anderen Meditationszeiten konnte man wählen, ob man in der Halle oder im Zimmer meditiert. Im Zimmer konnte man sich immerhin auf dem Bett mit gestreckten Beinen und angelehntem Rücken meditieren, was den Körper entlastete. Am ersten Tag von 9.00 – 11.00 Uhr meditierten alle meine Mitbewohnerinnen (inkl. mir) im Zimmer. Wobei man dem nicht meditieren sagen kann, denn wir schliefen alle ein 🙂 Klar war das nicht der Sinn der Sache, aber wir waren so fix und fertig. Abends wurde es beim Audio-Vortrag thematisiert und da viele in der Halle lachten, war klar, dass wohl die meisten an dem Tag geschlafen anstatt meditiert haben. Grundsätzlich ist es jedem selbst überlassen, was er während den 10 Tagen macht, aber je ernster man es nimmt, umso grösser ist der Erfolg.

Das Meditieren fiel mir unterschiedlich leicht oder schwer. Manchmal konnte ich mich gut konzentrieren und manchmal schweiften meine Gedanken permanent ab. Es war so anstrengend für den Geist immer wachsam zu sein, obwohl man vielleicht auch mal müde war. Teilweise kam ich völlig erschöpft und ausgelutscht aus der Meditationshalle. Das lange Sitzen forderte seinen Tribut. Der Rücken schmerzte als hätte mir diesen jemand aufgekratzt. Meine Beine vor allem mein operiertes Knie fühlte sich so grauenhaft an. Am Tag drei war mein Schmerz so gross, als hätte mir jemand Messer ins Knie reingerammt. Ich glaube, ich habe in meinem Leben bisher noch nie solche Schmerzen gehabt. Es war schwierig für längere Zeit still zu sitzen. In den ersten 3,5 Tagen konnten wir unsere Position auch immer mal wieder wechseln, aber selbst das war nur beschränkt hilfreich.
In Gedanken gab ich der Meditationshalle Namen. Ich glaube an den ersten zwei bis drei Tagen sagte ich der Halle „Folterkammer“. Circa ab dem vierten Tag stellte ich mir vor, in den Boxring (a la Rocky) zu steigen und motivierte mich, dass ich den Kampf gewinne und den Ring als „Sieger“ verlassen würde. Etwa ab dem sechsten Tag war es für mich der Festsaal, da ich doch auch ab und zu mit einem Lächeln die Halle verliess. Und ab ca. Tag 8 war es einfach die Meditationshalle. Es gab auch Tage, wo ich am Morgen dachte: Auf geht’s in den Festsaal und im Verlaufe des Tages wurde es zur Folterkammer. Es wechselte von Stunde zu Stunde. Geistig sowie auch körperlich kam ich sehr an mein Limit und dennoch war Aufgeben keine Option. Es gab ja wie erwähnt auch Momente der Freude, wo ich mich richtig gut fühlte. Gleichzeitig gab es sehr schwierige emotionale Momente. Auch Momente, wo Tränen flossen. Wie schon erwähnt, jeder erlebt es anders und jeder hat in seinem bisherigen Leben unterschiedliches erlebt und durchgemacht. Bei mir tauchten während der Meditation ein paar schwierige Situationen aus meinem Leben auf, die ich nochmals richtig intensiv durchlebte. Ich war in Gedanken an dem Ort, wo diese unschönen Ereignisse stattfanden und fühlte die Emotionen von damals. Es mag komisch klingen, aber ich konnte diese alten Geschichten beenden und damit Frieden schliessen.

Durch die „edle Stille“ veränderte sich meine Wahrnehmung. Man konnte sich ja mit niemandem austauschen und so war man immer nur mit sich selbst in Gedanken beschäftigt. Oh Mann, führte ich viele Selbstgespräche 😉 Wenn man beim Essen nicht redet, nimmt man das Essen viel bewusster war. Es schmeckt viel intensiver, denn man hat keine Ablenkung durch Gespräche. Man sitzt schweigend da und isst. Um Blickkontakte zu vermeiden, schauten die meisten eine Wand an. Der Austausch fehlte mir aber nicht. Es würde einem ja noch mehr zu denken geben, wenn man wüsste, wie es anderen geht oder wie sie es erleben. So wie der Mensch ist, würde man sich mit anderen vergleichen. Wenn z. B. jemand sagen würde, er hätte keine Rückenschmerzen mehr und selber könnte man die Wände raufgehen, würde man vermutlich hinterfragen, warum man selber noch Rückenschmerzen hat. So musste es jeder mit sich selber ausmachen. Man hatte mittags 5 Minuten Zeit dem Lehrer fragen zu stellen, wenn man ein Anliegen hatte. Auch abends nach der letzten Meditation stand einem der Lehrer bzw. die Lehrerin (bei Frauen) für kurze Fragen zur Verfügung. Ich fragte die Lehrerin am dritten Abend, was ich gegen meine starken Knieschmerzen tun könne. Sie sagte mir, dass ich in Gedanken in den Schmerz reingehen soll, um den genauer zu analysieren. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte, versuchte es am nächsten Tag dennoch. Und siehe da, die Schmerzen nahmen massiv ab und ich konnte sogar längere Zeit ohne Positionswechsel verharren.

Ab dem Abend des vierten Tages durften wir während der Gruppensitzungen die Position nicht mehr verändern. Wer sich für den Schneidersitz entschieden hat, der sass eine Stunde im Schneidersitz. Das war ziemlich kräftezehrend, denn man musste die Schmerzen im Rücken oder wo auch immer einfach aushalten bis die Stimme von Goenka erklang und er ein paar Strophen sang. Das war immer wie eine Erlösung.

Beim Auslauf auf der Wiese sah es manchmal aus als hätte man Zombies rausgelassen. Die meisten spazierten langsam mit gesenktem Kopf ihre Runden. Man spürte, dass es niemand locker wegsteckte. Eine willkommene Abwechslung waren die Schafe, die dort ihren Stall hatten und immer mal wieder über die Wiese liefen und ein süsses „Määäh“ von sich gaben. Ja, man nimmt die Natur auch ganz anders wahr. Auch drei Esel hatte es und unterhielten uns mit ihrem lauten „iiiaaaaaa“.
Das Wetter war die ganze Zeit sehr wechselhaft und die Temperaturen lagen zwischen 8 und 13 Grad. Die Sonne schien, kurze Zeit darauf regnete es und manchmal lag Nebel in der Luft. Es war so wechselhaft wie meine Gemütslage.

Am 10. Tag wurde die „edle Stille“ ab 10.00 Uhr aufgehoben. Dies ist nötig, damit man sich in ein „normales Leben“ wieder integrieren kann. Man konnte sich mit den anderen reden und endlich durfte man sich auch wieder ins Gesicht schauen und ein Lächeln austauschen. Was das schönste für mich war, Eik zu sehen und ihm zu seinem Geburtstag gratulieren zu können 🙂 Für mich war das ein riesen Geschenk. Der Lärmpegel war krass. Es war so unglaublich ruhig immer und nun redeten alle wieder in voller Lautstärke miteinander. Die Ruhe war irgendwie sehr schön und es war interessant zu sehen, wie schnell man in die Realität zurückkehren kann. Meine drei Mitbewohnerinnen begrüssten mich mit einem Lächeln und sagten „Ach gucke hier“. So als wäre ich gerade aus einem Grab ausgestiegen. Ich erfuhr dann von ihnen, dass sie untereinander Blicke ausgetauscht und zwei sogar mal kurz was geflüstert hätten. Nur ich war die eiserne, die sich mit voller Disziplin drangehalten hat, was sie sehr überrascht hat 😉 Für mich war es allerdings eine Selbstverständlichkeit und ich brauchte auch diesen Raum für mich in diesen Tagen. Ich baute mir damit wie eine Schutzhülle um mich herum auf.
Die Stimmung war sehr ausgelassen und man spürte die Erleichterung bei allen Teilnehmern. Es war definitiv eine harte Zeit und dennoch hat man sehr viel davon profitiert. Mir kommt es vor, als hätte ich ein paar schwere Steine aus meinem Rucksack in Hausham zurücklassen können und gehe nun viel bedachter mit Situationen um. Man lernt, dass alles vergänglich ist und dass man im Leben Gleichmut ausüben soll. Ich glaube, ich habe gelernt für ganz viele Situationen Verständnis aufzubauen. Seien es Situationen, in meinem Umfeld oder auch von mir selber. Es ist mir bewusster geworden, weshalb ich manchmal so und so auf Gegebenheiten reagiere. Zudem denke ich, dass ich vieles nicht mehr so nahe an mich ranlassen werde. Das Leben ist unglaublich wertvoll und ich bin dankbar für jeden Tag, den ich erleben darf. Es ist mein Ziel bei meinem letzten Atemzug auf mein Leben mit einem Lächeln zurückschauen zu können und nicht zu denken, hätte ich bloss das und das anders oder überhaupt gemacht.

Meine drei Mitbewohnerinnen habe ich sehr ins Herz geschlossen. Obwohl wir 10 Tage nicht kommuniziert haben, hat es die ganzen Tage so harmonisch miteinander funktioniert und die intensive Zeit hat uns auf eine wundervolle Weise sehr nahe gebracht. Jeder hat dem anderen den nötigen Freiraum gegeben und sie haben akzeptiert, dass ich mich komplett abschotten musste, wofür ich sehr dankbar bin. An unserem letzten Abend haben wir uns bis tief in die Nacht ausgetauscht, Geschichten erzählt und viel viel gelacht.

Das vegetarische Essen war immer sehr lecker. Zum Frühstück gab es Brot, Früchte und Porridge. Am Mittag jeweils Gemüse mit Beilage wie Reis oder Couscous und Salat. Zur Teepause um 17 Uhr gab es nur noch Früchte, was aber völlig ausreichend war. Ich ass dann meist einen Apfel und eine halbe Banane. Man sollte sich nicht überessen, denn das liegt einem beim Meditieren nur schwer im Magen.

Das Retreat ist kostenlos und finanziert sich über Spenden, die die Teilnehmer am Ende geben können. Es ist freiwillig und man kann das geben, was es einem Wert war. Es hat nichts Kommerzielles, ist keine Sekte und auch nichts religiöses. Dadurch, dass die Teilnehmer eine positive Erfahrung machen konnten, welche sie gerne weiteren Menschen ermöglichen können, sind die meisten ziemlich sicher auch gewillt, etwas zu spenden.

In den 10 Tagen haben wir rund 100 Stunden meditiert und es war eine sehr grosse körperliche und geistige Herausforderung. Dennoch bin ich sehr dankbar für diese intensive Zeit, welche mir persönlich sehr viel gebracht hat. Wir könnten uns vorstellen, wieder mal einen Vipassana Kurs zu besuchen. Wer Interesse daran hat, findet die Informationen hier: https://www.dhamma.org/de/index

Als Empfehlung sagen sie 2h pro Tag zu meditieren. Eine Stunde am Morgen und eine am Abend. Zudem sollte man vor dem Aufstehen und Schlafengehen je 5 Minuten meditieren. Ich denke, daran scheitern die meisten, aber gleichzeitig kann man es ja so ins „normale Leben“ integrieren, wie es für einen passt. Jeder soll es so umsetzen und das rausnehmen, was für jeden Einzelnen stimmt.

  1. Hallo Moni, danke für diesen offenen Bericht. Ich war mit euch im Januar in Thailand und war von der Idee ein vipassana retreat zu machen ja nicht so angetan. Hochachtung dass ihr das durchgezogen habt! Dein Bericht hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Lg Ariane

    1. Hallo Ariane
      Schön von dir zu hören! Ich kann mich noch gut an dich erinnern 🙂
      Wir planen bereits unser nächstes Retreat 😉
      Liebe Grüsse Moni

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