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Mit Air Asia hoben wir Mitte April 2025 in Kuala Lumpur ab und starteten gleichzeitig unsere letzte Etappe der Asien Reise: Sri Lanka

Unsere Landung in Colombo verzögerte sich wegen eines Gewitters. Wir mussten 30 Minuten lang kreisen. Die Blitze waren zu sehen und wir hatten ein etwas mulmiges Gefühl. Als der Pilot meinte, es habe beim Flughafen starken Wind und Regen, stellten wir uns auf eine holprige Landung ein. Zum Glück traf es schlussendlich nicht zu und wir waren happy, am Boden zu sein. Inzwischen war es 23 Uhr (plus Zeitverschiebung -2,5h) und unsere erste Unterkunft lag in Flughafennähe. Ein Gratis Abholservice war inklusive, was natürlich super war um diese Uhrzeit.

Nach einer Nacht in Colombo fuhren wir mit dem Zug nach Galle. Eine sehr schöne Strecke, welche meist entlang des Meeres führt. Galle Fort ist wegen des Leuchtturms und der kleinen Küstenstadt ein sehr bekannter Touristenort und als wir da waren auch etwas überlaufen.

Unser nächster Halt war am Talalla Beach. Um dahin zu kommen, nahmen wir den öffentlichen Bus bis Matara. Bei der Abfahrt war der Bus bereits gut gefüllt. Wir ergatterten uns noch zwei Sitzplätze, was Gold wert war. Im schmalen Gang war es ein permanentes Gedränge, da immer mehr Leute einstiegen und teils auch ausstiegen. Phuuu, was für eine Fahrt. Wir waren froh, als wir nach etwa 1 Stunde Matara erreichten und aussteigen konnten. In Matara wechselten wir auf ein Tuktuk anstatt nochmal mit einem Bus zu fahren. Das war eine super Idee, denn unsere Unterkunft (Talalla Freedom Resort) lag auf einem Hügel.
Von dort oben hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Strand und dies sogar beim Frühstück. Wir quartierten uns für drei Nächte dort ein und genossen die Ruhe, die Affen, die immer mal wieder vorbeikamen und im Dunkeln die Glühwürmchen, welche rumtanzten.

Einen Abendausflug unternahmen wir zum Dickwella und Hiriketiya Beach. Das sind sehr touristische Hotspots und auch viele Surfer verweilen dort gerne. Wer es trubelig mag, ist dort sicher bestens aufgehoben. Wir bevorzugten, den Talalla Beach zum Übernachten.

In Talalla schnappten wir uns ein Tuktuk, welches uns an den Tangalle Beach brachte. Unser Zimmer im Shanika Beach Inn lag im 4. Stock. Ein sehr modernes Zimmer mit Klimaanlage (wie wertvoll!) und Meerblick. Gebucht hatten wir drei Nächte, geblieben sind wir fünf. Der Strand war sehr schön, jedoch nicht zum Baden geeignet. Das Meer ist sehr rau und hat starke Strömungen.
Tangalle ist etwas touristischer als Talalla, bietet mehr Restaurants und Shops, wovon jedoch einige wegen der Off Season geschlossen waren (bis ca. Ende Juli).

An zwei Tagen hatten wir uns einen Roller gemietet und haben uns die Gegend angeschaut. Unter anderem den „Mulkirigala Rock Monastery“ (Felsenkloster von Mulkirigala). Das ist ein buddhistischer Felsentempel, welcher auf 205m errichtet wurde. Man muss einige Treppenstufen erklimmen, bevor man die wunderschöne Aussicht von oben bestaunen kann. Auf dem Weg nach oben trifft man auf verschiedene Buddha-Statuen und Wandmalereien. Früh morgens sind wir zum Silent Beach gefahren. Auch ein sehr schöner Palmen gesäumter Strand mit wenig Leuten. Morgens hatte es mehr Hunde als Menschen. Unterwegs trafen wir auf Weissbartlanguren, Wasserbüffel, Eidechsen, Streifenhörnchen und Pfauen. Wir haben die Zeit am Tangalle Beach sehr genossen und waren etwas traurig als wir ihn verlassen mussten.

Von Tangalle fuhren wir mit dem Bus 4 Stunden weiter nach Ella. Die Fahrt kostete uns CHF 0.70/Person! Busfahren ist definitiv die günstigste Variante, um Sri Lanka zu erkunden.

Ella ist ein kleiner sehr touristischer Ort. Es gibt unzählige Restaurants und Läden und wir denken, dass die meisten Touristen hier mal vorbeikommen, um die Zugfahrt nach Kandy oder umgekehrt zu fahren. Das ist eine der weltbekanntesten und schönsten Zugstrecken.
Ella ist auch sehr bekannt für die Nine Arches Bridge, wo immer mal wieder Züge drüber fahren. Sie ist gut zu Fuss erreichbar und wenn man frühmorgens hingeht, sind auch noch nicht ganz so viele Touristen dort.

Kurz nach 9 Uhr tuckerten wir gemütlich mit dem Zug nach Kandy los. Wir hatten zwei Plätze in der 2. Klasse reserviert, wo jeweils zwei Sitze nebeneinander sind (gibt auch eine 1. und 3. Klasse). Der Sitzplatz wird zugewiesen und die Fahrt kostete CHF 8.30/P. (LKR 3‘000). Der Zug rollte im Durchschnitt mit etwa 30km/h durch die unzähligen grünen Teeplantagen. An vielen Orten waren Teepflücker:innen und sammelten Teeblätter, welche sie in ihre Körbe auf dem Rücken packten. Von Sonnenschein über Nebel und Starkregen hatten wir alles. Die Route führt durch die Berge, weshalb es wohl häufiger so wechselhaft ist. Landschaftlich eine sehr schöne Strecke und die Fahrt hat sich definitiv gelohnt. Nach 6,5 Stunden Fahrt erreichten wir Kandy. Die zweitgrösste Stadt von Sri Lanka und die letzte Königsstadt der Insel. Einen Besuch im Zahntempel „Sri Dalada Maligawa“ können wir empfehlen.

Mit dem Bus fuhren wir mit einmal Umsteigen in Dambulla nach Sigiriya. Der Ort ist bekannt für den Lion Rock (Löwenfelsen). Auf 200m befindet sich ein Felsenpalast und eine Festung (Eintritt USD 35.-/P.). Wir entschieden uns, zum Sonnenaufgang auf den Pidurangala Rock zu wandern. Um 4.30 Uhr klingelte der Wecker und 15 Minuten später sassen wir im Tuktuk, welches uns zum Eingang fuhr. Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten und wir waren nicht die Einzigen, die den Berg erklimmen wollten. Eine schöne Atmosphäre mit dem Weitblick über die grüne Ebene mit den vielen Hügeln. Definitiv ein Aufstieg wert (Kostet CHF 2.75/P. bzw. LKR 1‘000).

Der Gastgeber unserer Unterkunft fuhr uns mit seinem Tuktuk an die nächste Destination Polonnaruwa. Polonnaruwa ist wegen der Ancient City ein beliebtes Ziel. Im Mittelalter war es die zweite Hauptstadt Sri Lankas und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir leihten zwei Velos und radelten zur Ancient City. Der Eintritt kostet USD 30.-/Person und ist es allemal wert. Die Anlage ist rund 8km gross, weshalb sich ein Drahtesel lohnt, zumal man so auch etwas Fahrtwind hat, denn es ist sehr warm. Wir waren positiv überrascht, in welch gutem Zustand die Tempel und Ruinen nach so vielen Jahren noch sind. Mehr als nur noch ein paar Steinhüfeli. Die Anlage wird sehr gut gepflegt und ist von viel Grünfläche umgeben.

Wir zogen weiter an die Ostküste an den Kalkudah Beach. Ein kilometerweiter wunderschöner Sandstrand und menschenleer. Durch die Hitze ist es jedoch ab 8 Uhr bis am späten Nachmittag zu heiss, um den Strand zu geniessen. Leider liegt teilweise auch angeschwemmter Abfall am Strand.

Nach ein paar Nächten ging es nach Trincomalee bzw. an den Uppuveli Beach. Im Gegensatz zu unserem letzten Stop war hier richtig viel Betrieb, zumindest wenn wir von unserer Strasse zum Strand runtergingen. Etliche Liegestühle, Boote, Bars und Restaurants sind zu finden. Geht man etwas weiter, ist es noch in der Hand der Einheimischen bzw. Fischern, was wir richtig finden.
An einem Morgen gingen wir auf eine Dolphin & Whale Watching Tour. Um 6 Uhr ging es los. Es dauerte etwa 30-45 Minuten bis wir die ersten Delphine gesichtet hatten. Was etwas erschreckend war, war die Tatsache, dass es noch 14 weitere Boote hatte, die nach den Delphinen Ausschau hielten. Sobald die Tiere kurz auftauchten, um Luft zu holen, rasten alle Boote auf die Delphine zu. Es fühlte sich so falsch an. Eine richtige Hetzjagd… So sehr wir uns gefreut haben, die Delphine zu sehen, so schrecklich war es gleichzeitig. Anschliessend fuhren wir weiter raus aufs Meer, da dort die Chance besteht, Blauwale zu sehen. Und wir hatten Glück, einen jungen Wal beobachten zu können. Immerhin tummelten sich nur vier Boote rum, was es nicht so aggressiv wirken liess.

Eik ging es die Tage in Trinco leider nicht gut und er lag mit Fieber und anderen Symptomen im Bett. Geplant hatten wir noch einen Abstecher nach Anuradhapura, was uns jedoch verwehrt blieb, da Moni inzwischen ebenfalls die ersten Symptome spürte. Deshalb entschieden wir uns, direkt an die Westküste zu fahren, denn wir wussten, dass auch sie ein paar Tage komplett flach liegen wird. So organisierten wir ein Auto mit Fahrer, der uns zum Negombo Beach fuhr. Die Fahrt dauerte 5 Stunden und wir waren beide froh, als wir unser gebuchtes Appartement beziehen konnten. Wir legten uns gleich ins Bett und dort verbrachten wir mehr oder weniger die restlichen Tage in Sri Lanka. Moni feierte ihren Geburtstag leider im Bett.
Sehr schade, dass wir die letzten 9 Tage nicht mehr geniessen konnten, aber das gehört wohl auch zum Reisen. Immerhin waren wir am Tag des Abfluges einigermassen fit.

Nach einem 5-stündigen Flug erreichten wir Doha (Qatar). Wir hatten einen 20-stündigen Aufenthalt über Nacht und waren froh, dass wir ein Hotelzimmer gebucht hatten. Beim Check-in meinte der Rezeptionist, dass wir ein Upgrade in eine Suite bekommen. Nice! Da wir am nächsten Morgen bereits kurz nach 6 Uhr wieder zum Flughafen mussten, durften wir anstatt zu frühstücken, Abendessen. Das kam uns sehr entgegen und wir freuten uns über das leckere Buffet und mal wieder etwas richtiges zu Essen nach unseren Krankheitstagen.

Unsere 100-tägige Asienreise endete am 13. Mai 2025 in Zürich. Es war gut, nur mit Handgepäck zu fliegen, denn zum einen sind die Flüge viel günstiger und zum anderen schleppt man nicht so viel mit sich rum. Können wir nur empfehlen. Weniger ist mehr 😉

Hier geht’s zu unserem Kurzfilm über Sri Lanka.