Am Dienstag, 16. Oktober 2018 hiess es einmal mehr Abschied nehmen von Zuhause. Ich glaube, ich werde mich nie ans Goodbye sagen gewöhnen… Natürlich freute ich mich, Eik nach einer Woche wieder zu sehen 🙂 Unser nächstes Ziel war Johannesburg. Eik’s Flieger hob in Berlin um 17.55 Uhr ab und meiner um 18.00 Uhr in Zürich. Zeitgleich landeten wir in Doha (Qatar), wo wir uns zum „Last Call“ am Gate trafen. Die Umsteigezeit mit 1h 10 Min. war im Nachhinein eher sportlich, dennoch haben wir es beide geschafft und konnten gemeinsam die Reise nach Johannesburg fortsetzen, wo wir morgens um 10.00 Uhr landeten.

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in einem Hostel, um uns etwas akklimatisieren. Johannesburg hat den Ruf einer gefährlichen Stadt und im Hostel gaben sie uns diesbezüglich Hinweise, wie weit wir problemlos zu Fuss gehen könnten. Nun ja, gerade mal drei Blocks, was definitiv nicht viel ist. Für alles andere soll man besser ein Uber nehmen und nachts rausgehen, war sowieso keine Option. Am ersten Tag nahmen wir es gemütlich, denn wir waren sowieso müde von der Anreise. Wir entschieden uns, die Stadt mit dem Hop on/Hop off-Bus zu erkundigen, weshalb wir am nächsten Morgen die Tickets online kauften (günstiger als vor Ort). Mit dem Uber ging es zum Carlton Center, wo wir einen Security ansprachen, wo der Bus fährt. Er begleitete uns zur Station, wo der nächste Security stand und auf uns „aufpasste“ bis der Bus kam. Auf dem Weg in die Stadt konnten wir nachvollziehen, weshalb man nicht mal tagsüber die 1,5km zu Fuss gehen sollte. Am Strassenrand wimmelte es von Obdachlosen und komischen Gestalten. Es gibt zwei Linien (grün und rot), welche man beim Constitution Hill wechseln kann. Das einzige Mal, wo wir ausstiegen, war es dort, um den Bus zu wechseln. Ansonsten reizte es uns nirgends, etwas zu Fuss zu besichtigen. Am Ende der Tour gingen wir im Carlton Center auf die „Top of Africa“-Aussichtsplattform, ebenfalls begleitet von einem Typen, der für unsere Sicherheit sorgte. Die Plattform liegt im 50. Stockwerk und hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen. Es gab mal ein Restaurant, aber davon ist nicht mehr viel übrig. Aber selbstverständlich super für einen Rundblick über die ganze Stadt, auch wenn die Scheiben nicht mehr so gut durchschaubar sind 😉 Ich fragte unseren Begleiter, ob wir in die eine Richtung zu Fuss gehen könnten. Er meinte ja, aber nur in die eine Richtung. Eik wollte noch etwas durch einen Markt schlendern, wo es mir aber ehrlich gesagt nicht gerade wohl war. Anschliessend bestellten wir uns ein Uber und fuhren wieder zurück ins Hostel. Wir waren froh, dass wir nicht mehr Zeit in Johannesburg eingeplant hatten, denn wir fühlten uns etwas eingesperrt.

 

Am Freitag ging unser Abenteuer Afrika erst richtig los. Wir holten unseren 4WD Camper mit Dachzelt (1,20m breit) ab und waren wieder mal on the road. Bevor es aber richtig losgehen konnte, tätigten wir einen Grosseinkauf, denn wir versorgten uns natürlich wieder selber.

Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Belfast. Als Eik nach dem Preis fragte, meinte der Eigentümer „weil du Deutscher bist, ist es gratis“. Ob das der wirkliche Grund war, werden wir wohl nie erfahren. Wir schlugen unser Dachzelt auf und verkrochen uns bereits um 19.00 Uhr darin. Es war recht frisch und auch schon dunkel. Bei den WC/Duschen hing ein Warnschild vor Schlangen und Skorpionen, was uns noch weniger motivierte, länger draussen zu sitzen. Als wir am Morgen nach draussen schauten, begrüsste uns dicker Nebel. Nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten. Die Wettervorhersage verhiess nichts gutes. Es soll mehr oder weniger den ganzen Tag regnen und maximal 17 Grad sein. Den Entscheid, für die Nacht eine Unterkunft zu nehmen, fiel uns nicht schwer. Auf dem Weg nach Graskop war der Nebel so dicht, dass wir kaum ein entgegenkommendes Fahrzeug aus der Ferne erkennen konnten. Als der Regen noch einsetzte, wussten wir mit dem Zimmer den richtigen Entscheid gefällt zu haben. Abends hatten wir in der Unterkunft in Graskop während mehr als einer Stunde Stromausfall. Scheinbar war der ganze Ort davon betroffen.

Der nächste Morgen begrüsste uns ebenfalls mit dickem Nebel und wir hofften einfach, dass dieser sich bald aufklären würde. Wir fuhren entlang der Panorama Route zum Blyde River Canyon, wo es immer mal wieder die Möglichkeit für einen Stop gibt. Und siehe da, endlich verzog sich der Nebel und die Sonne strahlte uns entgegen. Bei den meisten Besichtigungspunkten verlangen sie zwischen ZAR 10.- und 55.- Eintritt pro Person (CHF 0.70 und 3.80). Ein paar Stops liessen wir weg und haben dafür die Drohne hochsteigen lassen. Es gibt auch Wasserfälle auf dieser Route, welche schön aussehen (Berlin und Lisbon Falls). Beim God’s Window hat man eine wunderbare Weitsicht bis zum Krüger Nationalpark, wo wir die kommenden Tage verbringen werden. Da es nach wie vor recht kühl war und es nachts gerade mal noch 7 Grad, buchten wir spontan nochmal ein Zimmer in Graskop.

 

Am Montag Nachmittag war es an der Zeit für die Selbstfahrersafari im Krüger. Beim Numbi Gate startete unsere Tour. Wir hatten schon mal Game Drives in Südafrika gemacht und da fuhren wir nicht selber, sondern mit einer geführten Jeep Tour. Man wusste, wenn man durch dieses und dieses Gate fährt, kommen die Löwen und dann die Giraffen etc. So ungefähr stellten wir uns auch den Krüger vor. Allerdings merkten wir sehr schnell, dass das eine ganze andere Geschichte ist. Immer wieder standen am Strassenrand Tiere oder überquerten die Strasse und das bereits kurz nach dem Eingangsgate. Wow! Sowas hätten wir definitiv nicht erwartet. Wir wussten, dass wir spätestens um 18.00 Uhr auf dem Campingplatz eintreffen müssen, da sie die Gates dann schliessen und kurz danach die Sonne untergeht. Wir gingen davon aus, dass dies locker reichen würde, rechneten aber nicht mit so vielen Tierbegegnungen in den ersten Stunden. Just on time erreichten wir den Campingplatz, bevor sie die Tore für die Nacht schlossen.
Dies war unser erster Halbtag im Nationalpark und die darauffolgenden Tage waren nicht weniger ereignisreich. Jeden Tag hatten wir unglaubliche und eindrückliche Tierbegegnungen und jeden Tag beglückte uns mindestens ein „neues“ Tier, welches wir an den Vortagen noch nicht gesichtet hatten. Durch den frühen Sonnenuntergang kurz nach 18.00 Uhr verschob sich auch unser Tagesrythmus. Wir gingen zwischen 20.00 und 21.00 Uhr ins Bett und standen kurz vor oder nach Sonnenaufgang zwischen 5.30 und 6.30 Uhr auf. Meistens waren wir um 7.30 Uhr bereits wieder auf Safari.

Wir führen hier gerne unsere Tageshighlights und unsere Campingplätze auf, denn der Blog wäre sonst endlos:

Tag 1: Nach etwa 2h im Park, erschrak ich als plötzlich neben uns am Strassenrand eine Löwin aus den Büschen kam. Wie krass ist das denn! Nach ein paar Metern hielt ich an und wir sahen, dass sie sich hinlegte und sich am Strassenrand wälzte. Wir hatten so die Möglichkeit noch ein Foto zu schiessen. (Camping Berg-en-Dal)

 

Tag 2: Beim Wasserloch „Renoster Pan“ tummelten sich ein Rudel Hyänen, eine Giraffe, ein Nashorn, ein Elefant, Zebras und ein Warzenschwein, welches immer wieder von den Hyänen vertrieben wurde. Es war ein richtiges Spektakel einfach dort zu sitzen und zuschauen können. Auf dem Weg zum Campingplatz fuhren wir eine 80km lange Schotterpiste und trafen dabei auf grosse Elefantenherden, teils direkt neben der Strasse, sowie vier Nashörner. Da die Elefanten auch Jungtiere dabei hatten, waren sie sehr unentspannt, was uns recht einschüchterte. (Camping Crocodile Bridge)

 

Tag 3: Durch den Hinweis eines anderen Reisenden wussten wir, dass Geparden gesichtet wurden. Wir fuhren an die Stelle und sahen unter einem grösseren Busch vier Geparden. Rund 2 Stunden später kehrten wir an den Ort zurück und da liefen zwei herum, was natürlich um einiges eindrücklicher als wenn sie nur rumliegen. Einer von ihnen kam relativ nah an die Strasse. Wow, was für wunderschöne Tiere! (Camping Lower Sabie)

 

Tag 4: Am Fluss Sabie gefiel es uns am besten. Dadurch, dass der Fluss recht viel Wasser hatte, war die Tierbeobachtung ein Wahnsinn. Wir wollten eigentlich an dem Tag eine viel weitere Strecke zurücklegen, aber realisierten schnell, dass dies unmöglich ist, da wir permanent anhielten, um Fotos zu schiessen. Herden von Elefanten, die sich im Wasser abkühlten. Nilpferde, die mehr oder weniger den ganzen Tag im Wasser verbrachten und grunzten. Giraffen, die ihre Hälse streckten, um von den Bäumen die Blätter zu fressen. Krokodile, die sich im Sunset Pool räkelten. Vermutlich war dieser Tag der eine, der mehr als ein Highlight mit sich zog. (Camping Lower Sabie)

 

Tag 5: Etwa 150m von der Strasse entfernt sahen wir etwas helles liegen. Wir hielten an und dachten, dass es ein Löwe sei. Mit dem Feldstecher merkten wir aber, dass dort ein totes Impala (Antilope) lag. Kurze Zeit später huschte hinter dem Gebüsch ein Tier vorbei. Ein Gepard oder Leopard? Aber die Beute lag unberührt dort und es schien ihn nicht zu interessieren. Etwa 40 Minuten warteten wir und hofften, dass etwas passiert. Nichts geschah. Wir entschieden uns, schon mal zum Campingplatz zu fahren und dort einzuchecken. Davonausgehend, dass ein Leopard oder Gepard seine Beute kurz nach dem Erlegen isst, fragten wir eine Rangerin, ob das so ist oder nicht. Sie meinte nur, es könne sein, aber es könne auch sein, dass der Gepard/Leopard zu erschöpft sei vom Jagen und zuerst eine Pause benötige. Sie meinte nur: „Fahrt am besten nochmal dorthin.“. Da es uns keine Ruhe liess, kehrten wir kurze Zeit später wieder an den Ort des Geschehens zurück. Inzwischen war es tatsächlich so, dass ein Leopard am Impala rumnagte. Irgendwann tauchte ein zweiter auf. Wir gehen davon aus, dass es eine Mutter und ein Junges waren, denn Leoparden sind eigentlich Einzelgänger. Vom Schauspiel fasziniert, verbrachten wir lange Zeit dort. Eine Elefantenherde lief vorbei und interessanterweise verkrümmelten sich die Leoparden in dieser Zeit. Hatten sie tatsächlich Angst vor Elefanten? Auf einmal schleppte der eine Leopard das Impala ein Stück nach vorne und schaute zum Baum hoch. Er stand nun direkt beim Stamm mit dem Impala im Maul. Es sah aus, als würde er tief einatmen, alle Kräfte zusammenreissen und schon rannte er mit dem Impala den Stamm empor und legte es oben zwischen die Äste. Wir Glücklichen haben dieses einmalige Schauspiel sogar gefilmt. Uns fehlten einfach nur die Worte, was für eine Kraft dieser Leopard hatte, denn das Impala war grösser als er. Natürlich war es für sie besser, die Beute weit oben im Baum zu verstecken, weil sonst die Hyänen und Wildhunde darüber herfallen würden. Dies war nicht nur das Tageshighlight, sondern das Highlight des Krüger Parks. Wir waren zum richtigen Zeit am richtigen Ort 🙂 (Camping Satara)

 

Tag 6: Dank des Hinweises eines Safarifahrers konnten wir fünf Löwinnen beobachten, die sich unter einem majestätischen Baum im Schatten eine Pause gönnten. (Camping Letaba)

 

Tag 7: Direkt beim Campingplatz gab es ein Wasserloch. Bei der Dämmerung kam zuerst eine grosse Büffelherde und anschliessend eine riesige Elefantenherde, die die dort tranken. Wir sassen hinter dem Zaun, welcher etwa 25m vom Geschehen weg war. Kino 1. Reihe. Unglaublich, dies so nahe und erleben zu können unter dem Sternenhimmel in Afrika. Die Hierarchieordnung in der Herde war interessant zu beobachten. Ein lautes Trompeten gab das Zeichen für den Aufbruch. (Camping Punda Maria)

 

Tag 8: Kurz nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, lag eine Löwin mit zwei Jungen unter einem Baum. Man würde am liebsten hingehen und sie streicheln 😉 (Camping Letaba)

 

Tag 9: Wie meistens waren wir im Eiltempo unterwegs zum Camp, damit wir um 18.00 Uhr durchs Gate fahren konnten. Auf der Strasse kam uns ein Tier entgegen. Im ersten Moment konnten wir noch nicht ausmachen, was es war, aber im zweiten Moment wussten wir, dass es eine Hyäne ist. Sie sah irgendwie noch recht furchteinflössend aus, weshalb sie uns in Erinnerung bleiben wird. (Camping Satara)

 

Tag 10: Tag des Abschiedes und dennoch hatten wir das Glück, drei Geparden und drei Löwen zu sehen. Das beste war allerdings, dass ein Löwenmännchen dabei war, was wir zuvor noch nicht gesichtet hatten.

 

Ursprünglich hatten wir nur 7 Nächte vorausgebucht, aber wir konnten einfach noch nicht gehen, weshalb wir spontan um zwei verlängerten. Wir verzichteten somit auf den Mapungubwe Nationalpark im Norden und „verschenkten“ die bereits bezahlten Nächte (CHF 42.-), um den Krüger noch länger geniessen zu können.
Im Krüger kostet eine Nacht auf dem Campingplatz um die ZAR 316.- (CHF 25.-). Strom, WC und Duschen sind inklusive und die Plätze wirklich schön. Vor Ort findet man auch immer einen Shop, wo man Esswaren etc. kaufen kann und es hat auch immer ein Restaurant.
Zu den Campingplatzgebühren kommen noch Nationalparkgebühren in der Höhe von ZAR 331.-/Nacht und Person (CHF 23.25) dazu. Übernachtet man mindestens 5 Nächte, lohnt sich eine Wild Card, welche 1 Jahr für alle Nationalparks in Südafrika gültig ist. Diese kostet ZAR 3’830.- (CHF 272.-) für zwei Personen.

Über die Tiere haben wir auch einiges gelernt und möchten dieses Wissen nicht nur für uns behalten:

  • Elefant
    Wisst ihr, wie ein Elefant heisst, der alleine rumzieht? Egofant 🙂 Nein, natürlich nicht, aber wir haben sie so genannt. Das sind Bullen, die alleine unterwegs sind. Elefanten können mit Infraschallgeräuschen über mehrere Kilometer miteinander kommunizieren. Die brauchen kein Handy für sowas. Wir haben auch Agrofanten erlebt. Das waren die nicht so entspannten, zumeist wenn sie Jungtiere dabei hatten 😉
  • Giraffe
    Die Giraffe hat nur 7 Halswirbel, die gleiche Anzahl wie Menschen. Wenn die Giraffe trinkt, stellt sie ihre Beine schräg (wie eine umgekehrtes V) und beugt den Hals nach unten. Spezielle Ventile im Hals verhindern überhöhten Blutdruck im Kopf.
  • Büffel
    Sie leben in Herden von bis zu 500. Wir konnten zweimal sehr grosse Herden beobachten, aber durchgezählt haben wir sie nicht.
  • Leopard
    Er ist ein Einzelgänger und lebt verborgen und verbringt meistens die Zeit im Versteck. Unsere Sichtungen beim Fressen und am nächsten Tag überquerte einer davon die Strasse, sowie zwei, die unterem Baum lagen, war somit wohl grosses Glück.
  • Gepard
    Wie heisst ein Leopard, der mit einem Geparden gekreuzt wurde? Genau, Geopard ;) Geparden können bis zu 112km/h laufen und brauchen dazu offenes Gelände. Wir haben „leider“ nur acht beim Rumliegen beobachten können.
  • Nashorn
    Es gibt Spitzmaul- und Breitmaulnashörner. Die Spitzmaulnashörner wiegen zwischen 800 – 1’100kg und die Brautmaulnashörner zwischen 1’600 und 2’300kg. Unterscheiden kann man diese nebst der Grösse und dem Gewicht anhand der Gesichtsform.
  • Löwe
    Die Männchen sind sehr faul und lassen die Weibchen jagen. Was für ein Leben! Bringt das Weibchen die Beute Nachhause, frisst zuerst das Männchen. Wenn die Beute zu knapp ist, kommen die Jungen zu kurz, und bis zu 80% können verhungern 🙁
  • Nilpferd
    Tagsüber findet man sie im Wasser und nachts an Land. Nachts legen sie häufig viele Kilometer zurück und fressen kurzes Gras. Wir konnten dies beobachten, als sie kurz nach Sonnenuntergang grunzend das Wasser verliessen. Sie leben in Gruppen bis zu 15 und es ist gefährlich, sich im Pfad eines Nilpferdes zum Wasser aufzuhalten, da diese Tiere aussergewöhnlich schnell sind. Würde man so nicht denken, wenn man die eher pummeligen Tieren mit den kurzen Beinen beobachtet.
  • Zebra
    In unseren Augen sind dies sehr fotogene Tiere. Die Streifen dienen dazu, Raubtiere zu verwirren, da die Herde, wenn sie sich zusammenschliesst, als Einheit erscheint. Sie vermischen sich oft mit Gnus und Impalas auf offener Savanne oder im Grasland, wo ihre scharfen Sinne der ganzen Gruppe zugute kommen.
  • Opfertiere
    Das ist unsere Bezeichnung für die verschiedenen Antilopenarten. Impalas, Steinböcke, Riedböcke, Tiefland-Njalas, Kudus etc. Immer, wenn wir einer dieser Tierarten sahen, sagten wir „oh schau hier, Opfertiere“. Weshalb ist wohl klar, denn sie sind beliebte Beutetiere für Löwen, Geparden und Leoparden.

Wir könnten noch mehr über die Tiere berichten, aber schränken uns mal auf diese ein.

Zwei Nachteile von uns im Krüger war das Malariarisiko und dass wir uns nur mit dem Auto bewegen konnten. Nur schon das Aussteigen aus dem Auto war eigentlich fast nirgends erlaubt. Uns fehlte die Bewegung, denn eine Joggingrunde konnten wir definitiv nirgends einlegen. Im Krüger warnen sie vor Malaria und da wir uns in Botswana und Namibia ebenfalls im Malariagebiet aufhalten werden, entschieden wir uns für die Malariaprophylaxe. Grundsätzlich sind wir keine Fans von Medikamenten, jedoch wollten wir es definitiv vermeiden, an Malaria zu erkranken. In der Schweiz habe ich mich bei zwei Experten beraten lassen und sie überzeugten mich, die Prophylaxe zu nehmen. Glücklicherweise spürten wir keine Nebenwirkungen.

Unsere Erlebnisse im Krüger lassen sich nur schwer in Worte fassen, aber wir werden für sie sehr lange Zeit in unseren Erinnerungen tragen. Schweren Herzens verliessen wir den Park, allerdings mit dem Wissen, dass wir irgendwann wieder zurückkehren würden.

Die letzte Nacht in Südafrika verbrachten wir in Polokwane und wir entschieden uns spontan für ein Zimmer, da ein Gewitter aufzog. Da das Zimmer nur unwesentlich teurer war, als ein Campingplatz, fiel uns der Entscheid nicht schwer. Wir waren echt froh, denn es zogen etwa vier Gewitter mit teils starkem Regen vorbei. Da hätte es draussen und im Dachzelt nicht ganz so grosse Freude bereitet.
Auf dem Weg nach Botswana hielt uns ein Polizist zwecks Kontrolle an. Er wollte meinen Führerschein sehen und fragte Eik, ob er müde sei. Wir merkten recht schnell, dass es wohl eher unüblich ist, wenn die Frau fährt. Dann kam die Frage, ob wir ihm ein kleines Geschenk hätten. Ein paar Dollars oder so. Wir verneinten und suchten quasi im Auto, was wir ihm geben konnten. Natürlich wurden wir nicht fündig, was er recht schnell realisierte und uns weiterfahren liess. Wir konnten nicht einordnen, was er bezwecken wollte.

Am Donnerstag, 1. November 2018 verliessen wir Südafrika und überquerten in Groblersbrug die Grenze nach Botswana.

Highlights: unendlich viele einmalige Tierbegegnungen im Krüger

Lowlights: Johannesburg

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