Nachdem ich mir einen kleinen Scherz mit dem Blog „Von Vegas nach Vegas (USA)“ erlaubt habe, kommt hier die fast vollständige Version über diesen Teil unserer Reise 😉

Im letzten Blog habe ich erwähnt, dass ich am 28. April 2018 einen Termin in Las Vegas hatte. Nun kann ich das Geheimnis lüften. Nein, es war kein Hochzeitstermin, sondern ich liess mir mein erstes Tattoo stechen. Las Vegas fand ich einen idealen Ort dafür, da ich diese Stadt sehr cool finde. Ich schenkte mir das Tattoo zu meinem herannahenden runden Geburi und als Erinnerung an die Weltreise.
Das Tattoo wurde gerade rechtzeitig fertig, so dass wir genau on time am Flughafen ankamen, wo wir meinen jüngeren Bruder begrüssten. Er besuchte uns für eine Woche, was mich sehr gefreut hatte 🙂

Für zwei Nächte hatten wir ein Hotel direkt am Strip gebucht (Travelodge). Es war ein einfaches und recht günstiges Hotel, was für uns ideal war. Ich habe aufgehört zu zählen, wie häufig ich schon in Vegas war, aber für meinen Bruder war es das erste Mal. So erkundeten wir den Strip und ein paar Hotels. Tagsüber ist Vegas nicht  so speziell, weshalb man die Zeit auch gut in einem Outlet Shoppingmall verbringen kann.

 

Nach Vegas zogen wir weiter via Hoover Dam zum Grand Canyon (South Rim). Wir kamen erst kurz vor Sonnenuntergang beim Campingplatz an und wir verkrochen uns recht schnell im Van, da es kalt war. Es hatte ca. 10 Grad und nachts wurde es noch viel kälter. Mein Bruder schlief in unserem Zelt und ich war froh, dass er die Nacht überlebte und nicht erfroren war. Leider war die Sicht am nächsten Tag nicht ganz so klar, dennoch war der Canyon sehr beeindruckend zu sehen.

Für den Folgetag war Schnee angesagt, weshalb wir Glück hatten nicht dann dort gewesen zu sein 😉

 

Unser nächstes Ziel war Page am Lake Powell. Das blaue Wasser, welches von orangefarbenen Felsen umgeben ist, fasziniert mich jedes Mal von neuem. Ein richtiger Hingucker 😉 Nur leider meinte es das Wetter nicht so gut mit uns. Wir konnten gerade noch das Zelt auf dem Campingplatz aufstellen, bevor es zu regnen begann. Leider regnete es auch fast den ganzen Tag danach. Ich fand das vor allem wegen meinem Bruder unschön, da er nur eine Woche hier war und wir schlechtes Wetter hatten. Als sich die dicken Wolken etwas verzogen, fuhren wir kurz zum Horseshoe Bend. Vom Parkplatz läuft man knapp 10 Minuten bis man die einmalige Aussicht erreicht. Auf jeden Fall sehr zu empfehlen, wenn man in dieser Gegend ist.
Möchte man zum Antelope Canyon, muss man eine Tour buchen. Es gibt die Möglichkeit zum Lower oder Upper Antelope Canyon zu gehen. Diese sind recht früh schon ausgebucht, weshalb wir anstatt nur 2 Nächte insgesamt 3 in Page blieben. Wir wollten die Tour unbedingt machen und so fanden wir noch drei Plätze um 16.30 Uhr. Treffpunkt ist in Page, wo man anschliessend mit etwa 12 Leuten auf einem 4 WD Truck zum Canyon fährt. Es waren noch andere Gruppen unterwegs, jedoch verteilte sich dies gut im Canyon. Rosy war unsere Fahrerin und unser Guide durch den Upper Canyon. Sie hat sich echt viel Mühe gegeben und uns immer gezeigt, wo wir uns wie hinstellen müssen, um die besten Fotos zu machen. Am Ende haben zwar alle dieselben Bilder, aber der Weg durch den Canyon ist extrem schön. Das Licht fällt von oben rein und das kurvige orange Gestein leuchtet in verschiedenen Farbtönen. Wow, auch dieser Ort muss man unbedingt mal besuchen.

Am letzten Morgen in Page hatten wir fantastisches Wetter. Wir fuhren an den See, wo Eik und mein Bruder sich ins eiskalte Nass stürzten. Sie waren schnell wieder draussen 😉 Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir weiter in Richtung Zion Nationalpark. Dort liefen wir zum Lower Emerald Pool, waren aber ehrlich gesagt etwas enttäuscht von dem bisschen Wasser, was runterkam. Wir sahen Bilder, wo richtige Wassermassen über die Felsen stürzten. Vermutlich wurde die Aufnahme nach der Schneeschmelze gemacht. Als wir dort waren, plätscherten ein paar wenige mini Wasserfälle runter. Natürlich war die Umgebung dennoch schön zum anschauen.

 

Die letzte Nacht mit meinem Bruder verbrachten wir auf einem Gratis Campingplatz. Wir ergatterten den letzten Platz und genossen nochmal die Zeit miteinander. Von dort brauchten wir am nächsten Tag etwa 3 Stunden bis wir wieder zurück waren in Las Vegas und wir meinen Bruder zum Flughafen brachten. Die Woche ging viel zu schnell rum und ich war sehr traurig, mich schon wieder verabschieden zu müssen, zumal ich nicht gerne Abschied nehme. Goodbye little bro 🙁

Es war bereits 16.00 Uhr, weshalb Eik und ich entschieden hatten, noch eine Nacht in Las Vegas zu bleiben. Auf dem Parkplatz hinter dem grössten Riesenrad der Welt kann man für USD 12.-/24h stehen. Da mein runder Geburi herannahte, meinte Eik, dass wir diesen an dem Abend vorfeiern könnten, da wir an meinem Geburi irgendwo im nirgendwo sein werden. So machten wir dies und genossen nochmal richtig Vegas by night.

Inzwischen war es Sonntag, der 6. Mai 2018 und wir wollten unsere übernächste Reisedestination buchen. Grundsätzlich sind wir ja recht spontan unterwegs, aber wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass vor allem die Flüge immer teurer werden, je kurzfristiger man diese bucht. Da es für uns klar war, dass wir im Oktober 2018 nach Afrika wollten, nahmen wir dies in Angriff. Wir fuhren etwas ausserhalb von Vegas zu einem Starbucks, um uns über Afrika genauer zu informieren (Flug, Mietauto etc.). Nach etwa 4h im Starbucks mussten wir feststellen, dass wir Afrika unterschätzt hatten. Die Zeit, die wir brauchten, um an die richtigen Infos zu kommen, war enorm. Wir schafften es immerhin, den Flug nach Johannesburg und zurück zu buchen. Da wir die kommenden Tage wohl nicht mehr Wifi haben würden, schaute ich, ob wir irgendwo eine günstige Unterkunft mit Wifi finden würden. Nun ja, ich buchte dann ein Hotel in Las Vegas 😉 Die Preise sind ab Sonntag bis ca. Mittwoch günstiger und so fand ich ein gutes Hotel für USD 60.-/Nacht. Eigentlich wollte ich nur zwei Nächte bleiben, doch Eik meinte, dass wir bei drei Nächten gleich noch in meinen Geburi feiern konnten. Gar keine so schlechte Idee. So kehrten wir zurück an den Strip von Vegas und checkten ins Hotel ein. Wer hätte das gedacht… Das Hotel lag etwa 1,7km vom Strip entfernt (Tuscany Suites & Casino) und wir hatten ein riesiges Zimmer. Man könnte sagen, eine Suite. Zwei Queensize-Betten, Sofa, grosses Bad, Esstisch und eine Art Küche (ohne Kochherd/Mikrowelle), aber dafür ein grosser Kühlschrank. Es hatte ebenfalls ein Fitness und zwei Pools. Was für ein Luxus und den genossen wir richtig.

Wir stürzten uns wieder in unsere Afrikapläne und wir kamen Schritt für Schritt unserem Abenteuer näher. In Vegas hatten wir dann auch mal Zeit, „Rusty“ bezüglich Bremsen kontrollieren zu lassen. Wir hatten immerhin schon 44’000km zurückgelegt und die Bremsen nie testen lassen, weshalb wir dies nun mal tun wollten. Es lagen ja noch einige 1’000km vor uns bis nach Alaska. In der Garage meinten sie, dass wir die vorderen Bremsklötze auswechseln müssen und sonst noch ein paar kleinere Sachen. Klar schmerzten uns die über 300 Dollar, aber Sicherheit geht vor.

Am 8. Mai 2018 feierten wir in meinen Geburi rein. Was für ein cooler Ort, um in den 40. Geburtstag mit meinem Liebsten zu feiern 🙂
Nach dem auschecken aus dem Hotelzimmer verbrachten wir noch ein paar Stunden beim Hotel in der gemütlichen Lounge draussen. Die Zeit rannte und es war bereits wieder 15.00 Uhr. Nach wie vor waren wir mit Afrika beschäftigt und irgendwie waren wir auch noch nicht bereit, Vegas zu verlassen. So buchten wir spontan nochmal eine Nacht in diesem Hotel und wir konnten meinen Geburi auch noch in Vegas ausklingen lassen 😉
Wer nun aufmerksam gelesen hat, wird gemerkt haben, dass wir Vegas am Sonntag verlassen wollten und es nun erst am Donnerstag soweit war. Das ist das schöne an unserer Reise, dass wir genügend Zeit haben und uns treiben lassen können.

 

Was wir uns in Vegas auch noch gekauft haben, war eine GoPro Hero 5 Black. Der Hauptgrund für den Kauf war unsere bevorstehende Afrikareise. Die Tiere filmen zu können, wir bestimmt eine geniale Sache.

Highlights: Besuch meines Bruders, Las Vegas, Grand Canyon, Lake Powell, Upper Antelope Canyon

Lowlights: teilweise schlechtes Wetter in der Woche mit meinem Bruder

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